Prenzlau befindet sich in Zeiten des Bauens für verschiedene Objekte. Neben Wohnungen, die das kommunale Wohnungsunternehmen und private Unternehmen forcieren, werden Geschäftsräume errichtet. Insbesondere gerät dabei der Discounter „ALDI“ in den Fokus. Unser Verein war ebenfalls von dem Vorhaben betroffen, so dass wir uns nach neuen Räumlichkeiten umschauen mussten.

Das Vorhaben in der Kietzstraße trifft momentan nicht nur auf positive Meinungen. Dabei spielen die Konzepte eine wesentliche Rolle. Neben der Kritik, dass die Fläche nicht mehr für Wohnungen zur Verfügung stehen wird, werden auch der Lichtsmog und Lärm kritisiert. Hinzu kommt, dass ALDI die Dachfläche komplett mit Photovoltaikanlagen ausstatten wird..

Wir, der Mieterverein Prenzlau/ Uckermark e.V. spricht sich ebenfalls dafür aus, die Fläche mit Wohnungen zu bebauen. Prenzlau hat zurzeit ein Defizit an Wohnungen. Das kommunale Wohnungsunternehmen hat einen Leerstand von ca. 2 %, die dem Grunde nach nicht vermietbar sind. Zwar wird mit den anderen Wohnungsanbietern eine höhere Leerstandsquote erreicht, jedoch ist die Wohnungssuche, gerade für Familien in Prenzlau, sehr schwierig. Attraktive Wohnungen für Familien in Prenzlau zu finden gestaltet sich problematisch. Eine Drei-Raum-Wohnung in Prenzlau mit einer entsprechenden Ausstattung ist Mangelware. Größere Wohnungen zu einem verhältnismäßigen Preis sind noch seltener. Daneben werden Wohnungen durch den Zuzug von

älteren Bewohnern aus den Umgebungen immer rarer. Dieses Phänomen wird sich auch nicht dadurch aufhalten lassen, wenn ALDI keine Wohnungen bauen möchte.

Als weiteres Kriterium ist zu beachten, dass mit dem Flachbau das Stadtbild innerhalb der Kietzstraße und Winterfeldstraße beeinträchtigt wird. Aus diesen Gründen allein wäre es schon angebracht Geschäftsräume mit Wohnungen zu kombinieren. Daneben hätte ALDI den Effekt, dass potentielle Kunden die Wohnungen beziehen könnten. Immerhin handelte es sich um ein Wohngebiet und sollte auch diesen Charakter bewahren.

Ebenso setzen wir uns als Mieterverein hinsichtlich einer Regelung zur Eindämmung des Lichtsmogs ein. So sollte in der Nacht die Beleuchtung für die Werbung, insbesondere des Logos ausgeschaltet werden.

Diese Vorschläge können wir deshalb nur unterstützen und fordern alle Entscheidungsträger auf das Anliegen zu unterstützen.

 

Mieterverein Prenzlau/ Uckermark e.V.

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